Sonntag, 28. Februar 2010

Besitzen

Besitzen sagt der Begriff schon ist etwas unter seiner Kontrolle zu halten in dem
man sinngemäß darauf sitzt.

Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob man diesen Be-sitz auch wirklich nutzt!

Der Mensch besitzt meist viele Dinge von denen er manche gelegendlich nutzt und
andere selten oder gar nicht nutzt.

Man hat ja schließlich diesen Besitz gekauft oder geschenkt bekommen oder ihn sogar selbst
hergestellt und daher kann man ja wohl tun und lassen mit ihm was man will.

Wenn man mit Geld was kauft, dann ist es dem Geld ja nicht mehr anzusehen, wie man dazu
gekommen ist.

Aber nun gehen wir mal davon aus,dass die Kohle (produktiv) erarbeitet oder was Anderes dafür hergegeben (verkauft) wurde.

Fakt aber ist,das wir viele Dinge nicht ausreichend nutzen sie aber
Anderen die sie mal
brauchen (nutzen) könnten nicht zur Verfügung stellen.

Nun werden viele einwänden,dass man die Dinge ja auch abnutzt oder sie gar kaputt gehen.

Das ist bei vielen Dingen der Grund warum man sie nicht anderen zur Verfügung stellt.

Nun kann man nicht nur Dinge (Sachen) besitzen, sondern auch ,Tiere,Pflanzen,Grundstücke, Geld,Ressourcen, Rechte und Arbeitskräfte (Arbeitsleistung).

Nun nehmen wir mal das Grundstück.
Das Grundstück ist ein Teil des Planeten Erde und die Erde war schon lange vor uns da.
Wie kommen wir dazu,dass man es besitzen kann und wer hat das legitimiert?
Es wurde eben irgend wann von irgend wem zu seinem Besitz erklärt einfach so!
Ja aber dann kann das doch jeder tun und ein stück Land zu seinem Besitz erklären?
Nun wäre der Vorbesitzer wohl nicht damit einverstanden und würde uns eine Besitzurkunde
zeigen welche seinen Besitz bestätigt.
Dann könnte man ihm begegnen,dass dieses Schriftstück (Dokument) ursprünglich von jemanden
ausgestellt wurde,welcher nie was dafür geleistet hat,da es (Grundstück) ja schon vorhanden war.
Dieser Besitz wird von einem Beamten (Notar) eines Landes (Staat) legitimiert.
Das Grundstück war aber schon vor der Staatsgründung da und meist auch der Besitz des selbigen.

Nun kann man also einen Teil der Erde besitzen und ihn kaufen und verkaufen obwohl er
schon immer da war.

Nun ist der Besitz (Grund und Boden) welcher sehr zweifelhaft ist aber gar nicht gleichmäßig
verteilt und Manche besitzen viel davon und andere (Viele) gar nichts.

Das ist aber eine existenzielle Angelegenheit, weil nur der welcher Grund und Boden nutzen
kann sich autark ernähren kann und darauf wohnen kann (darf).

Hätte eigendlich nicht jeder Mensch das Grundrecht (der Nutzung) darauf,da nur so ein unabhängiges (freies) Leben möglich wäre?

Ist das nicht eigendlich ein Menschenrecht?

Nur durch dieses Recht kann ein Mensch wirklich frei entscheiden, ob er für Andere arbeitet
oder autark lebt.

Aber selbst wenn man glücklicher Besitzer eines Grundstücks ist, muß man in vielen Staaten Steuern darauf bezahlen und wird so gezwungen wieder für Andere zu arbeiten um an das Geld dafür zu kommen.

Gezwungen werden für Andere zu arbeiten bedeutet Sklave zu sein!

Doch eigendlich kann man nur das besitzen, was man entweder selbst hergestellt hat
oder getauscht hat, gegen etwas was ebenso von jenem hergestellt wurde und selbst
das kann nur solange gelten wie man lebt,denn das letzte Hemd hat keine Taschen.















Kommentare:

a.m.a3 hat gesagt…

Wir dürfen uns der Gaben der Natur, die uns kostenlos zur Verfügung gestellt werden und die vom Menschen unmittelbar verwendet werden können, jederzeit frei bedienen und jeder ist berechtigt, entsprechend seinen Bedürfnissen aus ihnen Nutzen zu ziehen.
Wasser, das in Flüssen und Brunnen fließt, das Holz der Waldbäume, Früchte wilder Pflanzen, wild wachsendes Gras und Futter, Luft, Dschungeltiere, Mineralien unter der Erdoberfläche und andere Bodenschätze können von niemandem in Beschlag gelegt werden, noch können ihr ein freien Gebrauch durch Gottes Geschöpfe zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse irgendwelche Beschränkungen auferlegt werden.
Natürlich kann man verlangen, dass Leuten, die irgendwelche dieser Dinge zu kommerziellen Zwecken verwenden wollen, an den Staat dafür Abgaben entrichten. Oder die Regierung kann einschreiten, wenn jemand diese Gaben der Natur missbraucht, damit alles wieder in Ordnung gebracht wird. Aber für den einzelnen besteht kein Hindernis, aus Gottes Erde Nutzen zu ziehen, solange dadurch nicht die Rechte anderer oder des Staates beeinträchtigt werden.
Es ist nicht gerecht, wenn jemand von dem, was Gott zum Nutzen der Menschheit erschaffen hat, Besitz ergreift und es dann in unproduktivem und ungenutztem Zustand belässt. Man sollte entweder selbst daraus Nutzen ziehen oder es anderen zu deren Nutzen zur Verfügung stellen.
Auf der Basis dieses Grundsatzes wird im Islam die Meinung vertreten, dass niemand sein Land länger als drei Jahre in unbewirtschaftetem Zustand belassen darf. Verwendet er es nicht selbst, um etwas darauf anzubauen oder dort Gebäude und dergleichen zu errichten, so wird dieses Land nach einer Zeitspanne von drei Jahren als «aufgegeben» betrachtet.

(Quelle:http://www.islam-forum.eu/category/wirtschaftliche-grundsatze-des-islam/islam-%E2%80%93-das-recht-auf-eigentum/)

Salam,Friede

Ethik hat gesagt…

Wirklich perfekter Artikel - absolut.

Ja, Du hast die Energie dies genau so zu beschreibem wie ich das auch inzwischen fähig bin zu erkennen - vielen Dank !

Der Trick der Mächtigen ist es alles in Beschlag zu nehmen (legitimierter Diebstahl = "Recht") und dann praktisch jeden zu zwingen für sie zu arbeiten - wenn er nicht verhungern will. Um dieses Grundprinzip zu verschleiern gibt es aber jede Menge Ablenkung, Sport, Unterhaltung und Pseudoprobleme die via Medien die Aufmerksamkeit der Planetenbewohner absorbieren sodass sie tatsächlich keine Kapazität mehr haben ernsthaft nachzudenken. Dazu muss man nur noch die Philosophie als "närrisch" abqualifizieren und die Religion völlig pervertieren - schon hat man fast alle Menschen unter Kontrolle weil sie garnicht mehr durchschauen können was gespielt wird.

Literatur:

Aufwachsen im Widerspruch: Über die Entfremdung der Jugend in der verwalteten Welt. Darmstadt: Verlag Darmstädter Blätter 1971 ISBN 3-87139-011-9

.

Ethik hat gesagt…

@a.m.a3

Danke für Deinen Hinweis, wirklich sehr interessant!

Ich schätze am Islam den Sufismus (islamische Mystik) welche m.E. den wahren Kern des Islam darstellt so wie auch die christliche Mystik den wahren Kern des sogenannten Christentums darstellt. Drumherum ist jeweils jede Menge Missbrauch und Politik, Machtkampf jeder Art.

Der Witz ist: Wenn Du Beide liest wirst Du sie nicht voneinander unterscheiden können - was nur zeigt dass beide wahr sind, also aus sehr hohem Bewusstsein geschrieben wurden.

Salam !

dootschi hat gesagt…

Hallo Ghostwriter,

gefällt mir sehr Dein Artikel. Besitzen wird selbst auf Kinder angewandt. Wie absurd ein Geschenk der Natur (Schöpfer) als Besitz zu betrachten.
Danke an a.m.a3. für den Hinweis. Ich kenne die Türkei, die Menschen, etwas - nicht aus dem Urlaub sondern von meiner Arbeit. Es gibt viele verblüffende Dinge im Islam die mich angenehm überrascht haben.
Hallo Ethik. Man muß nicht soweit weg gehen. Bei uns gab es auch mal so etwas wie Gemeinschaftsbesitz. Die Allmende. Heute noch in Namen wie Allmendinger und Orten wie Allmenddingen, Allmendshofen zu lesen. Zwar auch wieder Besitz - aber immerhin gemeinschaftlicher Besitz und gemeinschaftlich bearbeitetes Land.
Wen es Interessiert: Gert Kriwetz aus Österreich hat eine interessante Abhandlung über Besitz, Kinder, Erziehung geschrieben.